Feuersalamander ziehen um

Seine feuchte, schwarz glänzende Haut, die auf der Körperoberseite gelb oder orange gemustert ist, lässt auf eine exotische Herkunft vermuten. Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist jedoch eine in Europa weit verbreitete Amphibienart, die in der Roten Liste Österreichs als „potentiell gefährdet“ eingestuft wird. In Deutschland ist der Feuersalamander zum Lurch des Jahres 2016 gewählt worden. Mit der Wahl machen die Deutsche und die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (Amphibien und Reptilien) auf den Schutz und Erhalt der von Amphibienarten aufmerksam. In Deutschland gilt der Feuersalamander ebenfalls als zurzeit nicht akut gefährdet. Er wird jedoch zu den so genannten Verantwortungsarten gezählt. Ihnen werden Pflanzen und Tiere zugerechnet, die entweder ausschließlich in Deutschland vorkommen oder deren größter Teil der Weltpopulation sich in Deutschland befindet. Die Bundesrepublik Deutschland erkennt an, dass sie für den Erhalt dieser Arten eine besonders hohe Verantwortung trägt. Der Feuersalamander gilt als besonders geschützt und darf daher zum Beispiel nicht gefangen werden. Die Bestände des Feuersalamanders leiden unter der Zerstörung und Veränderung der natürlichen Lebensräume, der Verbauung von Waldbächen sowie dem Besatz der Gewässer mit Fischen. Auch bedroht ein weltweit, gefährlicher Amphibienpilz den Fortbestand des Salamanders. Es ist daher wichtig, seinen Bestand im Auge zu behalten.

Feuersalamander auf der Hand.
Auf der Hand? Ja, denn auf das Sekret der Feuersalamander reagieren Menschen i.d.R. nur leicht.

Feuersalamander haben eine sehr auffällige Färbung. Die Haut ist schwarz und mit einem knalligen Farbmuster durchsetzt. Die Farbflecken sind meistens gelb. Es gibt aber auch Tiere, deren Farbflecke das Spektrum von orange bis rot abdecken. Die auffällige Färbung des Feuersalamanders warnt Fressfeinde vor seiner Giftigkeit. Über Drüsen am Rücken und hinter seinen Ohren kann dieser Lurch sein giftiges Sekret bis zu einem Meter weit versprühen. Für Menschen ist das Gift normalerweise harmlos. Die Bezeichnung „Feuersalamander“ hat übrigens nichts mit seinem Aussehen zu tun, sondern geht auf einen alten Aberglauben zurück: Früher dachten die Menschen, dass das Gift der Salamander Feuer löschen kann. Deshalb warfen sie die Tiere bei Bränden ins Feuer.

In naturbelassenen Laub- und Mischwäldern mit kleineren Fließgewässern ist der Feuersalamander zuhause. Tagsüber versteckt er sich in Ritzen von Tothölzern, unter Wurzeln, in Fels- und Erdspalten, wo es feucht und kühl ist. Nachts geht dieser Schwanzlurch auf die Jagd nach Würmern, Schnecken, Spinnentieren und anderen Wirbellosen. An verregneten Sommertagen kann man ihm auch manchmal tagsüber begegnen. Die Paarung dieser Amphibien findet an Land statt. Nach einer Tragzeit von etwa acht bis zehn Monaten setzt das Weibchen 8 bis 60 Larven in fischfreie Gewässer ab. Die Entwicklung der Jungtiere dauert rund vier Monate. Geschlechtsreif werden sie mit etwa vier Jahren. In der freien Natur können sie ein Alter von circa 20 Jahren erreichen. Im Zoo Salzburg leben nun ebenfalls vier Feuersalamander. Sie stammen aus dem Alpenzoo Innsbruck und sind in ein neues, naturnah gestaltetes Terrarium bei den Alpensteinböcken gezogen.

Feuersalamander mit orangenen Flecken
Wer beäugt hier wen?

 

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Kunterbuntes Kinderfest mit Schnee im Wildpark

Die Temperaturen steigen in dieser Woche. Die Sonne hat sich angekündigt, der Sommer lässt sich sehen und spüren. Gerade rechtzeitig zum nächsten geplanten Sommerfest. Denn „Hurra, der Sommer ist da!“ heißt es im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf am Sonntag, 24. Juli. Von 11 bis 16 Uhr steigt auf der Festwiese ein kunterbuntes Kinderfest mit vielen Aktionen. Neben den guten alten Kinderspielen wie Sackhüpfen, Eierlaufen, Dosenwerfen oder Entenangeln wird Sigi Müller alias „Funtastikus“ seinen Mitmachzirkus im Wildpark aufschlagen und zu Jonglage und Geschicklichkeitsspielen einladen. Zu einen Kinderfest gehören Kinderschminken und Hüpfburg natürlich dazu. Für Abkühlung sorgen nicht nur Kinder-Planschpools sondern auch ein Schneeberg aus dem SNOW DOME in Bispingen, der sogar zum Rodeln geeignet ist. In der Willi-Wildpark-Bastelecke kann man kreativ werden und Blumenkränze gestalten. Stockbrotbacken und kleine eisige Überraschungen runden das Kinderfest ab. Und wer dann immer noch zu viel Energie hat, kann sich auf dem Wildpark-Wasserspielplatz austoben oder bei einer Aufführung des Lauenburger Puppentheaters dem Kasperle bei der Verbrecherjagd helfen.
Wichtiger Hinweis: All das ist im Wildpark-Eintrittspreis inbegriffen!

Hüpfburg beim Kinderfest im Wildpark Lüneburger Heide
Die Kinder toben, die Erwachsenen rasten.

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Kunterbuntes Kinderfest mit Schnee im Wildpark
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Kaiserlicher Familienausflug im Zoo Salzburg

Die beiden Jungtiere der Kaiserschnurrbarttamarine im Salzburger Zoo sind inzwischen zweieinhalb Monate alt. Sie haben sich prächtig entwickelt und folgen seit einiger Zeit ihren Eltern auf die Außenanlage. Für die beiden Winzlinge ist ein derartiger Ausflug wie ein Besuch auf einem riesigen Abenteuerspielplatz. An allen Ecken und Enden entdecken sie Neues. Sie klettern geschickt ins Geäst, knabbern an Baumrinden oder Grashalmen. Die Kleinen schauen ihren Eltern auch genau auf die Finger, um Erfahrungen zu sammeln und deren Verhalten nachzuahmen. So lernen sie, wie und was alles gefressen werden kann. Wenn die beiden Jungtiere müde werden, versuchen sie noch immer, auf den Rücken ihrer Eltern zu klettern. Die dulden das jedoch nicht mehr und schütteln ihren Nachwuchs regelrecht ab.

Kleiner Kaiserschnurrbarttamarin erkundet die Äste.
Er möchte es ganz genau wissen.

Charakteristisch für Kaiserschnurrbarttamarine (Saguinus imperator) ist ihr strahlend weißer Schnurrbart, den übrigens sowohl die Weibchen als auch die Männchen tragen. Ihren Namen verdanken diese südamerikanischen Krallenaffen dem deutschen Kaiser Wilhelm II., der bekannt für seinen Schnurrbart war. Doch anders als beim Kaiser zeigen die Spitzen der Schnurrbarthaare bei den Affen nach unten.

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Kaiserlicher Familienausflug im Zoo Salzburg
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Integration unter Rindviechern erfolgreich!

Bisonkuh „MukMuk“ hat ein Kalb bekommen. Dieses an sich schon freudige Ereignis löste im Tierpark Nordhorn aber eine ganz besondere Freude aus. Denn die Mutter hat bereits eine ganz eigene Vergangenheit hinter sich. Als ihre eigene Mutterkuh damals kurz nach der Geburt verstarb, war guter Rat teuer. Eine Handaufzucht schied für den Tierpark bei diesen gewaltigen Wildtieren damals aus. Also musste eine andere Lösung gefunden werden, zumal „MukMuk“ aufgrund ihrer Genetik ein sehr wertvolles Tier für die Erhaltungszucht der relativ kleinen Population der Waldbisons ist. Im Tierpark entschied man sich damals, es mit einer Amme zu versuchen. Hierfür kam aber keine andere Bisonkuh in Frage, da keine zum damaligen Zeitpunkt Milch gab. Auch wäre das Kalb wohl nicht von einer anderen Mutter akzeptiert worden. Also entschieden sich die Verantwortlichen im Tierpark es mit „Jolanda“ zu versuchen, ein Schwarzbuntes Niederungsrind, deren eigenes Kalb gerade abgesetzt wurde.

Bisonkuh MukMuk als Kalb, mit ihrer Ziehmutter.
Bisonkuh MukMuk als Kalb, mit ihrer Ziehmutter Jolanda.

Ein spannendes Experiment, da trotz aller Ähnlichkeit Milchkühe und Bisons doch grundverschieden sind und selbst die Verständigung nicht gleich ist. Sie sprechen quasi eine andere Sprache. Aus diesem Grund wurden Kalb und Amme damals auch in unmittelbarer Nähe zu den anderen Bisons gehalten, denn es war klar, dass „Muck“ als Herdentier nur in der Bisonherde eine Chance hat. Schon damals war man im Familienzoo froh, dass dieses ungewisse Experiment geglückt ist und „Jolanda“ das Kalb „MukMuk“ so gut aufgezogen hat. Umso mehr freut man sich nun im Tierpark, dass 4 Jahre später „MukMuk“ nun selbst Mutter eines kleinen Bisonkalb geworden ist und die Integration in die Bisonherde vollständig geglückt ist.

MukMuk als Erwachsene, mit ihrem eigenen Kalb.
MukMuk als Erwachsene, mit ihrem eigenen Kalb.

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Integration unter Rindviechern erfolgreich!
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Dschungelnächte im Zoo Osnabrück am 22. und 23. Juli 2016

Live-Musik, Feuershow, Tanzdarbietungen, Führungen durchs Tierreich und kulinarische Köstlichkeiten warten auf die Besucher der diesjährigen Dschungelnächte im Zoo Osnabrück am 22. und 23. Juli. Erstmals wird bei den diesjährigen Dschungelnächten zur Wahl des Zoo-Königs und der Zoo-Königin auf. Die Idee stammte von Hans-Jürgen Klumpe, Geschäftsführer der Event-Agentur HK Medien, die die Dschungelnächte mit der entsprechenden Technik ausstatten. Wer den Zoo Osnabrück gut kennt und Geschicklichkeit sowie Mut beweist, kann die Krone gewinnen. Wer jetzt bereits Karten für die Dschungelnächte 2016 kauft, spart 20 Prozent.

„Wir haben wieder ein umfangreiches und vielfältiges Programm für große und kleine Zoobesucher anlässlich des 80. Zoogeburtstages zusammengestellt“, berichtete Jennifer Ludwig, Veranstaltungskauffrau im Zoo Osnabrück, bei der gestrigen Vorstellung der Dschungelnächte. Zauberer, Bauchtanz, Gitarrenklänge, Sambatrommler, Stepptanz oder Tänze Westafrikas stehen ab 19 Uhr bis 24 Uhr abwechselnd auf dem Programm. „Ab 13 Uhr können kleine Zoobesucher bereits die Geschichten des Puppentheaters Barberella verfolgen. Gegen Abend leuchten die Bäume im Waldzoo grün, blau und gelb, Flammschalen beleuchten die Wege. Das ist wirklich immer eine ganz besonders schöne Atmosphäre“, freute sich Ludwig. Abends wird es musikalisch: Musiker Chris Rehers von Livemukke, das Gitarrenduo Bücker und Sandkämper oder Jacinto Mendez sorgen für schöne Klänge bei Sonnenuntergang. Die Tänzer der Sportfreunde Lechtingen oder der Tanzschule Albrecht zeigen ihr Können auf dem Tanzparkett. Die Gruppen „Malca“ und „Diamoral“ präsentieren Tänze und Rhythmen aus Afrika. Mit dabei ist erneut „Lissy, die Drachendame“, die auf charmante Art und Weise den Zoobesuchern auf dem Zoogelände auflauert. „Um 23:45 Uhr gibt es einen spektakulären Abschied von den Dschungelnächten: Auf dem Zoovorplatz sprühen bei einer Feuershow die Funken“, verriet Ludwig. Mit kulinarischen Köstlichkeiten wie einer asiatischen Wokpfanne oder fruchtigen Cocktails ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Wer mehr über die nächtliche Tierwelt erfahren will, kann sich ab 19 Uhr einem von sechs Zoopädagogen anschließen, die im Halbstundentakt zu Nashorn, Pinguin oder Elefant führen. Kinderschminken, Rodeoreiten oder Stockbrot backen stehen ebenfalls auf dem Programm.

Los geht es am Freitag, 22. Juli 2016, und Samstag, 23. Juli 2016, jeweils um 19 Uhr bis 24 Uhr. Das Kinderangebot am Affentempel startet bereits um 13 Uhr. Das genaue Programm mit allen Zeiten und Standorten ist an der Kasse erhältlich. Für die Dschungelnächte gelten an der Abendkasse die üblichen Zooeintrittspreise: Erwachsene 19 Euro; ermäßigt: 15,50 Euro; Kinder (3 bis 14 Jahre): 12 Euro.

Wichtiger Hinweis:
Wer jetzt schon zuschlägt, erhält beim Ticketkauf an der Kasse oder im Online-Shop des Zoos (www.shop.zoo-osnabrueck.de) 20 Prozent Rabatt auf Karten für die Dschungelnächte 2016: Erwachsene: 15,20 Euro; ermäßigt: 12,40 Euro; Kinder: 9,60 Euro (Vorverkauf bis zum 21. Juli 2016). Vorhandene Jahreskarten gelten auch während der Dschungelnächte.

Dschungelnächte im Zoo Osnabrück am 22. und 23. Juli 2016
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