Zootier des Jahres 2016

Das Zootier 2016 ist der Leopard (Panthera pardus)

Ein Aufkleber vom Zootier 2016

Aufkleber der Aktion für 2016

Der Leopard ist eine Raubkatze. Er jagt seine Beute entweder indem er sich an sie heranschleicht oder in dem er auf einem Baum auf geeignete Beute wartet.

Auf Bäume verbringt er auch gerne seine Beutetiere, um sie vor Nahrungskonkurrenten zu schützen. Er selbst geht auch an Beutetiere anderer, wenn er sich entsprechend durchsetzen kann oder frisst auch Aas, das er auffindet.

Der Leopard ist an verschiedene Lebensräume angepasst. Er ist in Gebirgen ebenso beheimatet, wie in Ebenen. Er kommt sowohl in Wäldern und Regenwäldern vor, als auch in Savannen und Halbwüsten. Der jeweiligen Umgebung angepasst, fallen körperliche Eigenschaften, wie zum Beispiel Körpergröße und Fellzeichnung aus. Leoparden, die im (Regen)Wald ihr Zuhause haben, sind in der Regel kleiner, als Savannenbewohner und haben normalerweise auch eine dunklere Fellzeichnung. Manche Tiere sind derart dunkel, dass sie auf den ersten Blick ein einfarbig schwarzes Fell zu haben scheinen. Sie kennt man auch unter der Bezeichnung „Schwarzer Panther“. Wenn der Blickwinkel auf das Tier geändert wird, sind die typischen Rosetten des Leoparden aber dennoch zu erkennen.

Amurleopardin mit 2 Jungtieren im Serengeti-Park Hodenhagen. Das Jungtier links ist ein schwarzer Panther.

Amurleopardin mit 2 Jungtieren im Serengeti-Park Hodenhagen. Das Jungtier links ist ein schwarzer Panther.

Leoparden sind Einzelgänger.

Sie haben ein Revier von mehreren Quadratkilometern. Die Reviere der männlichen Tiere überlappen sich dabei mit den Revieren mehrerer weiblicher Tiere. Diese können mehrmals im Jahr rollig, also paarungsbereit, sein. Kommt es in diesen Zeiträumen zur erfolgreichen Paarung, kommen gut drei Monate später die Jungtiere zur Welt. Ein Wurf umfasst dabei zwei bis vier Tiere. Nach einem bis anderthalb Jahren verlassen sie ihre Mutter, um sich ein eigenes Revier zu suchen.

Der Leopard ist die viertgrößte noch lebende Großkatzenart (nach Tiger, Löwe und Jaguar). Sein Schutzstatus laut IUCN reicht, je nach Unterart, von potenziell gefährdet bis hin zu „vom Aussterben bedroht“. Leoparden kommen sowohl in Afrika, als auch in Asien vor.

Alle Afrikanischen Leoparden gehören (nach aktuellem Wissensstand) wohl nur einer gemeinsamen Unterart an: Afrikanischer Leopard – Panthera pardus pardus

In Asien gibt es hingegen (nach aktuellem Wissensstand) acht Unterarten vom Zootier 2016:

  • Indischer Leopard – Panthera pardus fusca (Indien, Südost-Pakistan, Nepal, Bhutan)
  • Java-Leopard – Panthera pardus melas (Java; vom Aussterben bedroht)
  • Arabischer Leopard – Panthera pardus nimr (Arabische Halbinsel; vom Aussterben bedroht)
  • Amurleopard – Panthera pardus orientalis (östliches Sibirien; vom Aussterben bedroht)
  • Chinesischer Leopard – Panther pardus japonensis (nördliches China)
  • Persischer Leopard – Panthera pardus saxicolor (in Teilen Vorder- u. Zentralasiens, Kaukasus,
    Turkmenistan, Norden Irans; stark gefährdet)
  • Indochinesischer Leopard – Panthera pardus delacouri (Myanmar, Thailand, Malaysia, Laos, Kambodscha,
    Vietnam, Süden Chinas)
  • Sri-Lanka-Leopard – Panthera pardus kotiya (Sri Lanka, stark gefährdet)

Hinweis:
Der Schneeleopard (Panthera uncia) wurde in dieser Aufzählung nicht etwa vergessen. Er gehört, obwohl er seinen Namen trägt, nicht zu den Leoparden, sondern stellt innerhalb der eigentlichen Großkatzen eine eigene Art dar.

Im Zuge der Aktion „Zootier des Jahres“ werden konkrete Projekte vor Ort unterstützt, die dem Erhalt des jeweiligen Tiers dienen. Im Jahr 2016 sind es für den Leoparden ein Projekt im Iran und ein Projekt auf Sri Lanka.

Der Leopard (Panthera pardus) wurde zum Zootier 2016 gewählt.

Ziel dieser Aktion ist es zum einen, die breite Öffentlichkeit auf die Bedrohungslage für das gewählte Zootier aufmerksam zu machen und zum anderen, konkrete Projekte zu unterstützen, die seinen Fortbestand im ursprünglichen Habitat ermöglichen, beziehungsweise sicherstellen, sollen. Beim Leoparden, dem Zootier des Jahres 2016, werden zwei Projekte unterstützt, eines im Iran und eines auf Sri Lanka.

Im Iran wird durch die Aktion Zootier 2016 ein Beobachtungsprogramm unterstützt, es geht um den Schutz des Persischen Leoparden (Panthera pardus saxicolor).

Ein mit einem GPS-Halsband ausgestatteter Leopard

Mit Sender ausgestattet

Es geht darum herauszufinden, wie sich der Bestand der Leoparden dort zusammensetzt und entwickelt und wie der Gesundheitszustand der Tiere ist. Kamerafallen werden aufgestellt, Sichtungen gemeldet und Daten von mit GPS Halsbändern ausgestatteten Tieren ausgewertet. Während der für die Besenderung erforderlichen Betäubung, werden den Leoparden diverse Proben für genetische und genetische Untersuchungen entnommen. All dies gibt einen Überblick über die Verbreitung und Lebensweise der Leoparden. Zusätzlich werden Nutzvieh und Haushunde untersucht, um mögliche Krankheitsübertragungen auf die Leoparden zu ermitteln und dann gegebenenfalls vorbeugende Maßnahmen entwickelt.

Neben den Projektteilnehmern werden auch andere lokale Naturschützer, Tierärzte, Jäger und Tierhalter vor Ort in all die Maßnahmen mit einbezogen. Für sie gibt es Trainings-Workshops zu den jeweiligen Aufgaben.

Eine iranische Laborantin untersucht die Leopardenproben

Die Laboruntersuchungen bringen Klarheit

Auf Sri Lanka wird ein Beobachtungs-, Aufklärungs- und Konfliktlösungsprogramm unterstützt.

Hier geht es um den Schutz des Sri Lanka Leoparden (Panthera pardus kotiya).

Auf Sri Lanka leben Mensch und Leopard oft dicht beieinander, die Menschen rücken immer weiter vor. Das führt zwangsläufig zu Konflikten zwischen Mensch und Tier. Hier geht es darum festzustellen, wo genau die Leoparden auf Sri Lanka leben und wie sie sich verhalten, wenn Menschen in der Nähe sind. Um das herauszufinden setzt man auf die DNA-Analyse von Kothaufen und Kamerafallen. So wird auch festgestellt, ob der genetische Austausch innerhalb des Bestands noch gegeben ist oder eventuell Aufforstungsarbeiten erforderlich sind, um Korridore zu schaffen, über die die Leoparden zueinander finden können.

Leopard auf Sri Lanka

In die Fotofalle getappt

Aufbauend auf den gesammelten Erkenntnissen werden geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt, die sowohl Mensch, als auch Tier dienen. Es werden Leoparden-Wachposten aufgestellt, leopardensichere Ställe für Haustiere gebaut, Waldkorridore gepflanzt oder andere geeignete Schutzmaßnahmen für die Menschen entwickelt werden. Dafür wird die Bevölkerung mit Hilfe von Informationsmaterialen, Power Point Vorträgen oder Postern im ersten Schritt informiert und zur Zusammenarbeit animiert. Das Sri Lanka Leopard Projekt ist ein ganzheitliches, seit 2001 etabliertes Projekt, das Forscher, Studenten, Teeplantagenbesitzer, Behörden und die einheimische Bevölkerung mit einbezieht und alle zusammen an einen Tisch bringt. Durch die ersten Spenden für das „Zootier des Jahres“ konnten bereits ein Projektfahrzeug und Kamerafallen angeschafft werden. Unterstütze auch Du die Aktion „Zootier des Jahres“ und die dazugehörigen Projekte! Spendenkonto für die Aktion Zootier 2016, den Leoparden. Wie Du das kannst, erfährst Du hier.

Sri Lanka erhielt bereits Projektfahrzeug

Mit Spenden finanziertes Projektfahrzeug

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