Auswilderung von Kranichen und Störchen durch den Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec

Die Eurasischen Kraniche sind die einzige in Europa vorkommende Kranichart. Die Lausitz ist ihr Sammel-, Rast- und auch Brutplatz. Das Glück, Kraniche bei der Aufzucht ihrer Jungen zu beobachten, haben nur wenige, denn die Vögel führen ein sehr heimliches Familienleben. Das Kranichpaar im Tierpark Görlitz-Zgorzelec kann mit etwas Geduld jedoch von den Besuchern dabei beobachtet werden. Mit etwas Zeit und Geduld bekommt man hier derzeit faszinierende Einblicke in ihr PrivaFamilienleben.

Innerhalb von drei Monaten erreichen die Küken die Größe ihrer Eltern. Dann können die Jungvögel, wie jedes Jahr, im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ausgewildert werden. Und wer weiß – vielleicht ist es dann ein Tierpark-Kranich, der im November beim Kranichzug von den Touristen und Vogelliebhabern beim Sammelplatz beobachtet wird.

Kranich mit zwei Küken.

Wer findet das zweite Küken?

Auch fünf Jungstörche werden zurzeit im Tierpark großgezogen und sollen gleichfalls im Lausitzer Biosphärenreservat ausgewildert werden. Da die Weißstörche in ihrer Anlage die Jungtiere nicht Fuchs-sicher großziehen können, wurden ihre Eier im Brutkasten bebrütet und sind nach rund 33 Tagen geschlüpft. Nun werden die Jungstörche von den Tierpflegern groß gezogen. Die Aufzucht kann man als Besucher hautnah miterleben. Gegenüber der Storchenanlage wachsen „Gustav, Hilde, Erna, Hugo und Ernst“ heran und werden mehrfach täglich gefüttert. Noch können nicht alle Jungstörche stehen – aber klappern können sie schon seit dem ersten Tag, auch wenn es noch nicht so beeindruckend klingt wie bei den Eltern.

Die Weißstorch-Bestände in der Oberlausitz gehen trotz intensiver Schutzbemühungen seit einigen Jahren deutlich zurück. Der Hauptgrund ist der Verlust von Nahrungsflächen. Auch waren langanhaltende Schlechtwetterperioden in den vergangenen Jahren ebenfalls häufig für  Jungstorchverluste verantwortlich. Schlechtes Wetter wird den Tierparkstörchen nichts anhaben können, wachsen sie doch behütet unter den wachsamen Augen der Tierpfleger auf. Doch auch für sie wird der Ernst des Lebens im Spätsommer beginnen. Dann heißt es: Vogel flieg! Dann werden die Fünf im Oberlausitzer Biosphärenreservat in die Natur entlassen.

Wer den Tierpark bei der Aufzucht unterstützen will, kann eine Exklusivpatenschaft abschließen und damit bei der Auswilderung direkt dabei sein.

Fünf Weißstorchküken in unterschiedlichem Alter.

Eine handvoll Geklapper.

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