Chamäleon Anton räumt mit Mythen auf

Anton lässt sich sogar anfassen

Pantherchamäleon Anton und Tierpfleger Stefan Bramkamp verstehen sich gut. Anton lässt sich von ihm sogar anfassen.

Chamäleons passen sich farblich an ihre Umgebung an und haben eine klebrige Zunge? Der Reptilienart sagt man wunderliche Dinge nach – was davon stimmt und was nicht, können Besucher jetzt im Zoo Osnabrück im Tetra-Aquarium herausfinden.

Farbenpracht steht auch einem Chamäleon

Pantherchamäleon Anton fühlt sich im Zoo Osnabrück sehr wohl – wie man an seiner schönen Farbgebung sehen kann.

Zoo-Besucher werden das Pantherchamäleon namens Anton auf seinem Baum zwischen den Schildkröten und den Leguanen schnell entdecken: Denn das Reptil setzt sich mit blauen und gelblich-orangefarbenen Schuppen deutlich von den Ästen ab, auf denen es klettert. Passt sich das Chamäleon also doch nicht farblich an seine Umgebung an? Stefan Bramkamp, Leiter des Tetra-Aquariums und Terrariums, klärt auf: „Seine Farbe wechselt der zweieinhalb Jahre alte Anton wie seine Artgenossen höchstens bei Gefahr oder in der Balz, nicht, wie viele annehmen, um sich der Umgebung anzupassen.“ Besucher können auch beobachten, wie Antons Zunge herausschnellt und Beute fängt: Alle zwei bis drei Tage füttern Bramkamp oder seine Kollegen das Chamäleon. „Die Zunge ist nicht klebrig – auch das ist ein Irrglaube. Sie besitzt einen starken Muskel am Ende, mit dem die Beute festgehalten wird“, erklärt er. „Gebissen werden möchte übrigens niemand von einem Chamäleon – das ist äußerst schmerzhaft.“

Anton ist nicht leicht zu entdecken

Zoobesucher müssen schon genau hinschauen, um Pantherchamäleon Anton im Tetra-Aquarium zu entdecken.

Doch nicht alle Mythen über Chamäleons sind falsch: „Ihre Augen können sie tatsächlich unabhängig voneinander bewegen. Nur, wenn sie Beute mit ihrer langen Zunge schießen wollen, müssen sie mit beiden Augen nach vorn schauen“, weiß Bramkamp. Chamäleon-Augen sind erstaunlich: Die Reptilien können beispielsweise Wasser nur sehen, wenn es tropft. Sie trinken, indem sie Regentropfen von ihrer Schnauze lecken. Der Kopf ist so geformt, dass Tauwasser bis zur Maulspitze rinnt. Die Tierpfleger geben Anton aber sicherheitshalber zusätzlich ein wenig Wasser mit einer Pipette.

Anton wird gefüttert

Tierpfleger Stefan Bramkamp füttert seinen neuen Schützling, das Pantherchamäleon Anton, der nun im Terrarien-Bereich im Tetra-Aquarium des Osnabrücker Zoos zuhause ist.

Auch wenn von den Reptilien eine gewisse Faszination ausgehe, solle man sich die Anschaffung gut überlegen: „Pantherchamäleons brauchen eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 90 Prozent. Und die erreicht man nur mit teuren Geräten“, klärt Bramkamp auf. Wer nicht gleich ein Pantherchamäleon zu Hause halten möchte, kann im Zoo Osnabrück bald sogar zwei beobachten: In den nächsten Wochen bekommt Anton eine Partnerin. Diese wird dann – wie es sein muss – auf ihrem eigenem Baum leben und die Tiere können sich dann zur Balz gegenseitig besuchen, so Bramkamp.

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