Erstes Kiwi-Ei im Weltvogelpark Walsrode!

Sie gehören seit 2013 zum Weltvogelpark Walsrode. Anfang der Saison 2016 zogen sie in ein neues Gehege um und nun brüten sie bereits. Die Rede ist von den kleinsten Laufvögeln der Welt, den Kiwis. Der Kiwi ist zugleich auch das bekannteste Tier Neuseelands. Vor nicht allzu langer Zeit wurden Kiwis noch aktiv gejagt. Sie waren Fleisch- und vor allem Federlieferant. Inzwischen stehen sie unter Schutz und die Neuseeländer haben eine emotionale Bindung zu „ihrem“ Vogel aufgebaut. Er ist Namensgeber in vielen Bereichen geworden. Die Hauptgefahr für den Kiwi geht heutzutage von den eingebürgerten Haustieren, wie Katzen und Hunden aus.

Doch zurück nach Walsrode. Kiwis sind sehr scheue Tiere. In ihrem neuen Zuhause fühlten sich die nachtaktiven Kiwis offensichtlich sehr schnell wohl. Denn wenige Tage vor dem Saisonende am 1. November entdeckte ein Tierpfleger das erste Ei im, auf die Bedürfnisse des Kiwi-Pärchens Hiri und Kia Ora abgestimmten, Gehege. Fans des neuseeländischen Wappenvogels können sich also auf die nächste Saison freuen. Denn mit ein wenig Glück gibt es zum Frühjahr 2017 vielleicht ein Kiwi-Küken. Bei rund 70 Tagen Brutzeit heißt es allerdings vorher auch für das Weltvogelpark-Team: Geduld haben und Daumen drücken!

„Als wir im Frühjahr 2016 unser neues Kiwi-Gehege eröffneten, war uns klar, dass wir damit auch die Geduld unserer Besucher ein wenig herausfordern werden. Diese müssen sich im Nachthaus erst an die Dunkelheit gewöhnen, bevor sie die kleinen Laufvögel entdecken können. Es hat darüber hinaus einige Wochen gedauert, bis die Kiwis ihre Scheu überwunden und sich an ihre neue Umgebung gewöhnt haben. In den ersten Wochen nach der Eröffnung haben sie sich noch oft versteckt, wurden dann erst nach und nach immer neugieriger und mutiger. Das erste Ei unseres Kiwi-Pärchens gibt unserem artgerechten Haltungsansatz Recht und ist eine tolle Bestätigung für das gesamte Team“, verrät Weltvogelpark-Sprecherin Sonja Buchhop.

Allerdings – das ist dem Weltvogelpark-Team klar – hängt die Nachwuchsfrage von vielen weiteren Faktoren ab. Der Zoo versucht alle Eier möglichst natürlich ausbrüten zu lassen. Nur wenn Eier aus dem Nest fallen oder die Eltern sie nicht bebrüten, kommen sie in den Brutkasten. Beim Kiwi-Ei ist bis jetzt alles in Ordnung, doch die Tierpfleger behalten das kostbare Ei unter genauer Beobachtung. Mit ca. 70 Tagen müssen sie dabei die längste Brutzeit der Vogelwelt durchstehen. Kiwis haben es eben nicht leicht. Ihre Tierpfleger auch nicht. Im Verhältnis zur Körpergröße legen Kiwi-Weibchen die größten Eier der Vogelwelt und dann heißt es warten. Warten müssen die Kiwi-Eltern, warten müssen die Tierpfleger und warten müssen die Besucher. Warten, hoffen und die Daumen drücken, dass alles klappt und es im nächsten Frühjahr Kiwi-Nachwuchs zu bewundern gibt.

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