Fuchsmangusten als neue Tierart im Tierpark Nordhorn

Fuchsmangusten (Cynictis penicillata) gehören, genau wie die bei uns bekannteren Erdmännchen (Suricata suricatta), zur Familie der Mangusten (Herpestidae). Beide Arten sind nicht nur eng miteinander verwandt, sondern sie können sich gut leiden. Im südlichen Afrika, ihrem gemeinsamen Ursprungshabitat, leben die Tiere gerne in Wohngemeinschaften zusammen. Wobei die Fuchsmangusten sich mit ihrem relativ kleinen Familienverband von durchschnittlich vier bis acht Tieren, dem größeren Erdmännchenclan mit durchschnittlich 20 bis 30 Tieren, anschließt.

Sowohl Erdmännchen, als auch Fuchsmangusten, sind relativ weit verbreitet. der IUCN stuft sie zurzeit als nicht gefährdet ein. Allerdings sind die Tiere in Afrika nicht bei allen Menschen beliebt. Zum einen ärgern sich die Landwirte über ihre Tunnelsysteme, in die das Vieh einbrechen, sowie auch den Ertrag der Felder mindern kann. Zum anderen sind sowohl Erdmännchen, als auch Mangusten, Überträger der nachwievor tödlichen Krankheit Tollwut. Daher werden vielerorts ihre Baue inzwischen begast und/ oder Giftköder ausgelegt. Im Tierpark Nordhorn ist nichts davon zu befürchten.

Die Fuchsmangusten durften sich schon einige Zeit im Stallgebäude einleben und haben dort auch gleich für Nachwuchs gesorgt. Drei Jungtiere versorgen die beiden erwachsenen Tiere derzeit. Die fünf haben am vergangenen Montag erstmals ihren eigenen Außenbereich erkundet. Nachdem sie sich dort eingelebt haben und über ein Kontaktgitter auch die Erdmännchen kennenlernen konnten, darf die neue Wohngemeinschaft demnächst zusammen die große Naturanlage unsicher machen. Die Vergesellschaftung ist für beide Tierarten gut und die Besucher erhalten dadurch einen besseren Einblick in das komplexe Sozialverhalten der kleinen Raubtiere.

Aufrecht stehenede Fuchsmangusten bei der Absichreung des Geländes.

Auch Fuchsmangusten stellen sich aufrecht, um Ausschau zu halten.

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