Gedanken zum heutigen Internationalen Welttag des Eisbären

Ja, er ist weltbekannt. Kein anderes Tier wird von uns so sehr mit den Folgen des Klimawandels verbunden, wie der Eisbär. Wir leiden mit, wenn wir sehen, wie diese mächtigen Tiere hilflos umherpaddeln. Wir weinen, wenn wir abgemagerte Eisbärenjungen sehen. Wie sind wütend und entsetzt über diese Not, die menschliches Verhalten über die Tierwelt bringt. Wir regen uns darüber auf, das „die Mächtigen dieser Welt“, all die Politiker und Konzerne, nicht genug unternehmen, um sie zu schützen. Wir unterzeichnen Petitionen, marschieren in Demonstrationen mit und protestieren lautstark. Wir fordern, dass endlich etwas getan wird.

Packen wir uns doch an die eigene Nase!
WIR sind es, die dafür verantwortlich sind, dass die Eisbären im wahrsten Sinne des Wortes absaufen. Wir alle! Deine Familie, Deine Freunde, Dein Arbeitgeber, Deine Kollegen. Du selbst. Und auch ich.

Wie oft tue ich Dinge, die unnötig sind? Zu oft. Einfach zu oft! Mülltrennung? Ich bin ehrlich, nicht so konsequent, wie ich es sein könnte. Und sonst? Da läuft der Fernseher weiter, obwohl ich längst schlafe. Da lasse ich die Herdplatte zu lange an, statt die Restwärme zu nutzen. Da greife ich zum chemischen Entkalker, statt mit Zitronensaft zu schrubben. Da schmeiße ich entnervt Dinge weg, weil ich sie über Onlineauktionen auch nach Monaten nicht loswerde, obwohl andere sich freuen würden, wenn sie sie hätten. Da kaufe ich die Familienbeutel mit Süßigkeiten, die in kleinen Portionen alle noch einmal extra eingepackt sind, statt zur normalen Packung zu greifen und einfach zu Hause mit Hilfe von Schälchen selbst und ganz alleinverantwortlich die Zufuhrmenge an Zucker zu beschränken.

Eigenverantwortung. Ja, dass ist es, was uns abhanden kommt. Schleichend und unbemerkt. „Die“ sollen endlich etwas tun. „Die“ machen ja nichts. Ich habe ja protestiert und demonstriert und mich beschwert. Aber „die“ machen einfach nicht genug.

Das ist Bullshit

Mein Statement zu diesem Verhalten.

Bullshit! Andere auffordern, doch endlich etwas zu tun und das war´s dann? Wir sind für unser eigenes Tun verantwortlich. Klar können wir weitermachen wie bisher, uns darin sonnen, den Mund aufgemacht zu haben. Aber es reicht nicht, wenn wir uns ansonsten am Allerwertesten kratzen und die Verantwortung anderen zuschieben. Das ist Bullshit! Packen wie es an. Gemeinsam. Rückschläge inklusive. Die halten uns nicht davon ab, uns zu ändern, damit die Welt sich in die richtige Richtung verändern kann. Lasst uns zwei Wochen lang praktikable Alltagstipps sammeln. Dinge, bei denen jeder von uns mitmachen kann. Jeder nach seinen eigenen Möglichkeiten. Durch die wir unserer Verantwortung gerecht werden, statt sie auf andere zu schieben. Und am Eisbärtag 2017 ziehen wir Bilanz. Was wir davon so umgesetzt und beibehalten haben. Wir können so viel dadurch gewinnen. Erfahrungen, Erkenntnisse und vielleicht noch etwas mehr. Wir werden sehen…

Schreibe einen Kommentar