Gestatten, Heros von Metunaj

Heros, Bildquelle: Herr Maron

Heros von Metunaj, Bildquelle: Herr Maron

Wir kennen uns schon seit sechs Jahren. Mein Partner und ich, Heros von Metunaj.

Noch ganz jung war ich, als er mich gefunden hat. Damals meinte er, als Ausbildungsleiter der Hundestaffel Celle, dass ich für den Dienst taugen könnte. Na ja, er und seine Kollegen kannten ja schon andere aus meiner Familie. Wie sich gezeigt hat, gehöre ich zum gleichen Schlag. Also wurde ich von Polizeioberkommissar Maron ausgebildet und bei der Polizei in Dienst gestellt.

Eine Aufregende Zeit. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich wirklich ein typischer Frischling war, als ich anfing. Ich hatte von nichts eine Ahnung, musste alles noch lernen. Zum Beispiel, mich ___STEADY_PAYWALL___ nicht von meiner Aufgabe ablenken zu lassen. Vor allem aber, dass ich meinem Partner blind vertrauen muss und ausschließlich nur auf seine Kommandos hören darf. Das ist einerseits gar nicht so einfach.

Es gibt ja immer wieder Menschen, die alles Mögliche versuchen, um mich abzulenken oder einzuschüchtern. Sie brüllen mich an, schmeißen mit Gegenständen nach mir, versuchen mich zu treten. Ernsthaft, es ist nicht zu glauben, auf was für Einfälle die Menschen manchmal kommen. Andererseits irritiert mich so etwas schon lange nicht mehr. Mein Partner hat nämlich eine Menge Erfahrung, immerhin ist er schon seit 1982 bei der Hundestaffel. Darum hat er mir von Anfang an Sicherheit gegeben. Gerade als Neuer in der Truppe wusste ich manchmal nicht, was ich vom Verhalten der Menschen um mich herum denken sollte.

Heute kommt das seltener vor. Aber damals wie heute gilt, dass ich mich im Falle eines Falles an meinem Partner orientiere. Ich beobachte ihn immer ganz genau. Wenn er ruhig bleibt, bin ich das auch. Doch wenn er der Meinung ist, dass ich handeln soll, dann mache ich das. Schließlich versehen wir schon ziemlich lange zusammen unseren Dienst. Wir wissen beide, dass wir uns aufeinander verlassen können. Ob es nun darum geht, Verbrechen zu verhindern beziehungsweise aufzuklären oder so wie heute die Menschen durch eine kleine Demonstration zu zeigen, was ich alles so kann und wie meine Ausbildung verlief, wir zwei haben da unsere eigene Routine.

 

Wie so ein Routinetag bei uns beiden aussieht?

Heros von Metunaj in der Pause. Bildquelle: TIERPARKINFO.de

Heros von Metunaj in der Pause. Bildquelle: TIERPARKINFO.de

Wie alle Polizeibeamten, haben auch wir Schichtdienst, also Früh-, Spät- und Nachtdienst. Wenn mein Partner frei hat, dann habe ich auch frei und mache eben das, was auch andere Hunde gerne machen. Manchmal liege ich faul in der Sonne, aber meistens will ich mich bewegen. Ich spiele, tobe und laufe gerne. Kurz ich halte mich fit.

Nehmen wir an, wir sind zum Frühdienst eingeteilt. Mein Partner startet dann gerne mit einer Fahrradtour in den Tag und ich laufe natürlich bei ihm mit. Als erstes also ein bisschen Sport. Danach kann es dann auch bald losgehen. Zum Dienst fahren wir im Auto. Unterwegs hält mein Partner kurz an und lässt mich auf einem verlassenen Weg noch einmal frei laufen, damit ich überschüssige Energie loswerden und eben machen kann, was ein Hund eben gerne tut. Wenn ich dann wieder im Auto sitze, fahren wir zur Dienststelle in Celle. Mein Partner trägt unsere Anwesenheit ein und meldet dann in der Polizeidirektion Lüneburg, dass wir zum Dienst angetreten sind. Wurde Unterstützung für größere Einsätze angefordert oder gehen wir auf Streife? Die menschlichen Kollegen entscheiden, wie es weitergeht.

Wenn wir die Dienststelle verlassen, melden unsere Partner sich mit uns ab, beziehungsweise wieder an, wenn wir wieder zurück sind. Auf Streife sind wir in der Regel zu viert unterwegs. Zwei Polizeibeamte, die sich gegenseitig im Einsatz absichern können und ihre jeweiligen Diensthunde. Unsere Diensthundeführer haben beim Streifendienst die Möglichkeit selbst zu entscheiden, worauf sie den Schwerpunkt der Schicht legen wollen. Womit gab es in letzter Zeit die meisten Probleme? Mit wem beschäftigen wir uns heute, mit Falschparkern und Rasern oder sind wir auf dem Stadtfest unterwegs und kümmern uns um Personen, die zu viel Alkohol getrunken haben und nicht mehr wissen, was sie tun? Ganz gleich, was der Tag so mit sich bringt, wir zeigen Präsenz und helfen. Häufig werden wir ja leider erst gerufen, wenn schon etwas passiert ist. Dann versuchen wir den oder die Täter zu ermitteln und zu stellen. Kurz, wir tun das gleiche, wie alle anderen Polizeibeamten. Aber darum unterscheide ich mich auch von den Hunden, die „nur“ in ihrer Familie leben. Ich will und muss das Leben meines menschlichen Kollegen schützen können. Darum darf ich nicht das tun, was ich will, sondern nur das, was mein Partner von mir fordert und zwar auf Kommando und ohne zu zögern. Ich bin eben im Dienst.

Aber irgendwann ist dann auch Feierabend. Mein Kollege meldet uns ab und wir fahren nach Hause. Dann haben wir beide frei und ich kann wieder tun, was ich am liebsten mache, herumtoben und meinen Partner auf Trab halten. Denn das ist es, was uns Hunden gut tut und was wir wollen. Hier spreche ich nicht nur für uns Diensthunde, sondern für alle Hunde.

Ihr Heros von Metunaj, Diensthund bei der Hundestaffel Celle

 P.S.:  Sie möchten sehen, was ich so alles kann? Dann folgen Sie bitte dem Link zu einer kleinen Reportage über die Vorführung der Diensthundestaffel Celle am Tag der offenen Tür der Polizei in Walsrode vom 08.09.2013!

 

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