Integration unter Rindviechern erfolgreich!

Bisonkuh „MukMuk“ hat ein Kalb bekommen. Dieses an sich schon freudige Ereignis löste im Tierpark Nordhorn aber eine ganz besondere Freude aus. Denn die Mutter hat bereits eine ganz eigene Vergangenheit hinter sich. Als ihre eigene Mutterkuh damals kurz nach der Geburt verstarb, war guter Rat teuer. Eine Handaufzucht schied für den Tierpark bei diesen gewaltigen Wildtieren damals aus. Also musste eine andere Lösung gefunden werden, zumal „MukMuk“ aufgrund ihrer Genetik ein sehr wertvolles Tier für die Erhaltungszucht der relativ kleinen Population der Waldbisons ist. Im Tierpark entschied man sich damals, es mit einer Amme zu versuchen. Hierfür kam aber keine andere Bisonkuh in Frage, da keine zum damaligen Zeitpunkt Milch gab. Auch wäre das Kalb wohl nicht von einer anderen Mutter akzeptiert worden. Also entschieden sich die Verantwortlichen im Tierpark es mit „Jolanda“ zu versuchen, ein Schwarzbuntes Niederungsrind, deren eigenes Kalb gerade abgesetzt wurde.

Bisonkuh MukMuk als Kalb, mit ihrer Ziehmutter.

Bisonkuh MukMuk als Kalb, mit ihrer Ziehmutter Jolanda.

Ein spannendes Experiment, da trotz aller Ähnlichkeit Milchkühe und Bisons doch grundverschieden sind und selbst die Verständigung nicht gleich ist. Sie sprechen quasi eine andere Sprache. Aus diesem Grund wurden Kalb und Amme damals auch in unmittelbarer Nähe zu den anderen Bisons gehalten, denn es war klar, dass „Muck“ als Herdentier nur in der Bisonherde eine Chance hat. Schon damals war man im Familienzoo froh, dass dieses ungewisse Experiment geglückt ist und „Jolanda“ das Kalb „MukMuk“ so gut aufgezogen hat. Umso mehr freut man sich nun im Tierpark, dass 4 Jahre später „MukMuk“ nun selbst Mutter eines kleinen Bisonkalb geworden ist und die Integration in die Bisonherde vollständig geglückt ist.

MukMuk als Erwachsene, mit ihrem eigenen Kalb.

MukMuk als Erwachsene, mit ihrem eigenen Kalb.

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