Nuka und Dinkar auf dem Weg nach Ungarn

Erinnerung an Osnabrücker BadespassMontag Mittag rollte der Spezialtransporter mit Nuka und Dinkar gen Ungarn vom Hof. Die beiden Elefantenjungbullen, die vorübergehend im Zoo Osnabrück lebten, sind nun auf dem Weg in eine neue Elefantenanlage im Zoo Veszprém.

„Das Verladen der Elefanten hat gut geklappt. Nur Dinkar verletzte sich leider am linken Stoßzahn. Nach Begutachtung durch unseren und den ungarischen Zootierarzt sowie die anwesende Amtstierärztin konnte er jedoch nach kurzer Behandlung die Reise antreten“, berichtet Zoodirektor Prof. Michael Böer. Im Zoo Veszprém im westlichen Ungarn werden Nuka und Dinkar in eine neue, große Elefantenanlage ziehen. Mit ihnen reist ihr Halbbruder Felix aus dem Zoo Hannover, der dort in einem gesonderten Anhänger abgeholt wurde. Nach einem Zwischenstopp im Zoo Nürnberg sollen die drei Elefantenjungbullen heute Abend in ihrem neuen Zuhause eintreffen. „Wie für uns Menschen ist so eine lange Reise auch für Elefanten eine besondere Situation. Die begleitenden Tierpfleger, der Tierarzt und der Zoodirektor aus dem Zoo Veszprém überprüfen deswegen regelmäßig den Gesundheitszustand der Bullen und versorgen sie mit Heu und Wasser“, so Böer. In Ungarn werden die neuen Bewohner schon sehnsüchtig erwartet. Wie in der Natur bilden Jungbullen auch in Zoos Jungbullengruppen, in denen sie heranwachsen können. Eine Wohngemeinschaft für Elefantenbullen ist ein wichtiges Projekt innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Asiatische Elefanten und dient als Zwischenstation auf dem Weg der Bullen in eine eigene Herde.

Der Zoo Osnabrück stellt sich mit dem Weggang von Nuka und Dinkar auf die Übernahme einer Mutterlinie in den nächsten Monaten ein (Tierparkinfo.de berichtete). Die Elefantenexperten der zuständigen Kommission des EEP beraten bei der Tagung der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) Ende September über den Transfer. Welche Kühe in den Zoo Osnabrück ziehen, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Dann werden auch die zwei weiteren Elefantenjungbullen Shanti und Sharhukh den Zoo Osnabrück verlassen. Für sie geht es in wärmere Gefilde: in den Zoo Attica bei Athen. In Osnabrück bleibt der 42jährige Elefantenbulle Luka: „Mit Luka und den Kühen hoffen wir am Schölerberg Asiatische Elefanten züchten und uns damit an der Nachzucht der stark gefährdeten Tierart beteiligen zu können. Ziel der Zoologischen Gärten ist eine von der Entwicklung in der Natur unabhängige und stabile Population aufzubauen, um den Fortbestand der Art zu sichern“, erläutert Böer. In der Wildbahn leben nur noch 25.000 bis 30.000 Individuen.

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