Tamu ist trächtig!

Die schwangere Tamu

Tamu ist schwanger

Noch ist die Breitmaulnashorn-Kuh Tamu rank und schlank, doch es steht fest,
mit rund 8 Jahren ist sie nun trächtig. Ende März 2015 soll sich der langersehnte Nachwuchs bei den Breitmaulnashörnern im Zoo Salzburg einstellen. Es war ein langer Weg bis zu diesem Tag.

Seit fast fünf Jahren lebt Tamu im Zoo Salzburg. „Aktiver Artenschutz zählt zu den wichtiges Aufgaben des Salzburger Zoos!“ berichtet Zoo—Geschäftsführerin Sabine Grebner „Seit 1991 leben Breitmaulnashörner im Zoo. Da bei unseren Tieren keine Chance auf Nachwuchs bestand, begannen wir im Jahr 2008 auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms unsere Nashorn-Haltung umzustellen. Im Sommer 2008 gaben wir 2 unserer Tiere an den Zoo Augsburg ab. Im November 2009 übersiedelten die Nashorn-Kühe Tamu und Yeti von Südafrika zu uns. Ende 2012 kam dann der ungarische Bulle Athos zu unseren Kühen Kifaru, Yeti und Tamu, nachdem wir Nashorn-Bulle Benno nach Italien abgegeben hatten“.

Athos, der stolze werdende Vater

Athos, der stolze werdende Vater

Tamu wurde künstlich besamt. Im März des vergangenen Jahres untersuchten die Reproduktionsspezialisten Prof. Thomas Hildebrandt, Dr. Frank Göritz und Dr. Robert Hermes des Berliner Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtiere (IZW) Tamu, Yeti und Athos auf ihre Fortpflanzungsfähigkeit. Das Ergebnis der Untersuchung ergab, dass alle drei fortpflanzungsfähig sind. Die erste künstliche Besamung der beiden Kühe mit den Spermien von Athos brachte leider nicht den erhofften Erfolg, und so wurden die Weibchen im vergangenen November erneut künstlich besamt.

Eine Trächtigkeit der Tiere lässt sich anhand von Hormonanalysen im Kot nachweisen. Seit einiger Zeit ist es nun gewiss: Tamu ist trächtig und wird nach rund 16 Monaten Tragzeit, Ende März kommenden Jahres hoffentlich ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Yeti´s Untersuchungsergebnisse brachten bisher noch nicht das erwünschte Resultat.

Tamu und Yeti

Tamu und Yeti. Auch Yeti wird hoffentlich bald schwanger.

Wilderei gefährdet das Überleben der Nashörner. In Anbetracht der Zunahme der Nashorn-Wilderei ist die Aussicht auf Nachwuchs in Salzburg etwas Besonderes: 2007 fielen 17 Tiere Wildern zum Opfer, 2011 waren es schon 448 und in diesem Jahr sind bis Ende Juni bereits 496 Nashörner in Afrika getötet worden, da ihr Horn in der asiatischen Medizin noch immer heiß begehrt ist. „Wenn das Abschlachten so weiter geht, dann werden in ein bis zwei Jahren mehr Nashörner durch Wilderer getötet als Jungtiere zur Welt kommen“, betont Sabine Grebner weiter. „Jedes Nashorn, das zur Welt kommt, ist deshalb für den Fortbestand dieser imposanten Tierart wichtig“.

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