Trauer im Zoo Osnabrück, Giraffenbulle Edgar ist tot

Das Zooteam hat ihm die letzte Lebensphase so angenehm wie möglich gemacht. Doch nun geschah viel früher als erwartet, worauf sich die Miarbeiter/Innen vorbereitet hatten. Giraffenbulle Edgar litt unter starker Arthrose und wurde sowohl mit Medikamenten, als auch Wärme behandelt (Tierparkinfo.de berichtete). Am Donnerstagmorgen fanden die Tierpflegerinnen Petra Kunze und Stephanie Batz Giraffe Edgar jedoch liegend im Stall vor. Die 5,40 Meter große und 1,3 Tonne schwere Giraffe war nicht mehr in der Lage aufzustehen. Wie zuvor festgelegt, trafen Tierpfleger und wissenschaftliches Team gemeinsam die Entscheidung, Edgar einzuschläfern und ihm so weitere Qualen zu ersparen. Die Ethikkommission kam zu diesem Entschluss, da nicht nur die Erkrankung des Giraffenbullen unheilbar, sondern eine erneute Stabilisierung von Edgars Allgemeinzustand unmöglich war. Da er nicht mehr aufstehen konnte, war sein Tod nicht mehr abzuwenden, nur noch der Gang auf die andere Seite konnte von den Mitarbeiter/Innen einfacher gemacht werden.

Edgars Körper wird nun in der Pathologie der Tierärztlichen Hochschule in Hannover obduziert, die komplette Untersuchung mit allen Analysen dauert jedoch mehrere Tage. „Deutlich mit bloßem Auge zu sehen war die fortgeschrittene Arthrose am linken Buggelenk mit Zerfurchungen an den Gelenkrändern“, berichtete Böer, der an der Obduktion Freitagvormittag selbst teilnahm.

Giraffenbulle Edgar war ein erfolgreicher Zuchtbulle im Zoo Osnabrück

Giraffe Edgar war ein erfolgreicher Zuchtbulle im Zoo Osnabrück

„Der Abschied ist für uns sehr traurig, doch wenigstens musste er nicht mehr lange unter der Arthrose leiden, die wäre ja immer schlimmer geworden. Für so ein großes Tier ist so eine Erkrankung sehr einschränkend. Aber er wird uns sehr fehlen mit seiner lieben Art.“, äußert sich Petra Kunze, Leiterin des Giraffenreviers. Sie hatte Edgar von Anfang an im Zoo Osnabrück betreut und umsorgte ihn auch in den letzten Monaten liebevoll. Nun leben fünf Giraffen am Schölerberg, um die sich Petra Kunze und ihre Kollegen kümmern: Die Kühe Ursula (16 J.) und Manja (5 J.)  sowie der Nachwuchs Nanji (4 J.), Dayo (11 Monate) und Mabili (5 Monate). Ob bald ein neuer Giraffenbulle nach Osnabrück kommen soll, ist noch nicht klar.

Schreibe einen Kommentar