Weißkopfsaki – Eine neue Primatenart ist im Serengeti-Park Hodenhagen eingezogen.

Der Serengeti-Park Hodenhagen hat eine weitere Primatenart aufgenommen, den Weißkopfsaki (Pithecia pithecia). Weißkopfsaki sind tagaktive Baumbewohner die sich im oberen Teil der Wälder aufhalten und sich von Früchten, Nüssen, Samen, Blättern und Insekten ernähren. Sie halten sich nur selten auf dem Boden auf. Durch ihre kräftigen Hinterbeine können sie sehr weite Sprünge machen und sie kommunizieren miteinander durch hohe zwitschernde Laute die an Vogelstimmen erinnern.

Weißkopfsaki gelten laut IUCN noch nicht als gefährdet, sind jedoch schon relativ selten, da ihr Lebensraum, die Gebirgs- und Regenwälder im nordöstlichen Südamerika, immer kleiner wird. Seit dem Jahr 2000 gibt es daher ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für sie. Der als zoologischer Garten anerkannte Serengeti-Park nimmt mit seiner neuen Primatenart am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil. Das EEP koordiniert die Zucht in Zoos zur Erhaltung bedrohter Tierarten und um die genetische Diversität zu erhalten. Viele Zoos verfügen nicht über ausreichend Platz, um vollständige Zuchtgruppen zu halten. Daher führen einige Zoos, wie auch der Serengeti-Park, für bestimmte Arten reine Junggesellengruppen, aus denen Männchen bei Bedarf zur Zucht in kooperierenden Einrichtungen eingesetzt werden können. „Zucht und Arterhaltung sind wesentliche Aufgaben zoologischer Gärten, so freuen wir uns, mit unserer Weißkopfsaki-Gruppe einen Beitrag im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms leisten zu können.“, erklärt Mitinhaber und Geschäftsführer Dr. Fabrizio Sepe.

Im März 2016 zog nun eine sogenannte Junggesellengruppe der Weißkopfsaki, bestehend aus dem Männchen Alvin (2008) und seinen Söhnen Simon (2014) und Theodor (2015), aus dem Jesperhus Blomsterpark in Dänemark nach Hodenhagen um.

Weißkopfsaki sind dafür bekannt, dass sie sich mit anderen Affenarten und auch artfremden Arten, wie zum Beispiel Schildkröten, gut vergesellschaften lassen. Sie bilden also gerne Wohngemeinschaften. Die drei Männchen Alvin, Simon und Theodor wurden nach der Eingewöhnungsphase mit den bereits im Park lebenden Totenkopfäffchen vergesellschaftet. Sie sind inzwischen in einem begehbaren Gehege gemeinsam für die Gäste des Parks hautnah zu erleben. „Wir sind erleichtert, dass die Eingewöhnung und Vergesellschaftung komplikationslos verliefen und sich unsere drei neuen Parkbewohner bei uns sichtlich wohl fühlen. Die Weißkopfsakis haben einen sehr offenen und entspannten Charakter und sind daher gerade in dem begehbaren Gehege für unsere Gäste spannend zu beobachten.“, freut sich Dr. Fabrizio.

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