Wenn die Tierpfleger sich an die Servale heranpirschen

Wer schleicht denn da durch das hohe Gras des Zoos Osnabrück? Es sind drei junge Servale, die nun noch vorsichtiger sind, als sonst. Kein Wunder, nach dem Erlebnis.

"Mist, er hat mich erwischt", denkt dieser kleine Serval

„Mist, er hat mich erwischt“, denkt dieser kleine Serval

Am 7. Mai waren die drei afrikanischen Kleinkatzen im Zoo Osnabrück geboren worden. Ihre Mutter Nahla hat sie gelehrt, die Deckung im Gehege gut zu nutzen. Es war eine der ersten und wichtigsten Lektionen. Ehrlich gesagt, hatte das Trio das nie so recht verstanden. Es gibt schließlich immer so viel zu entdecken, da kann man doch nicht nur im Gras Verstecken spielen! Außerdem hielten auch die Menschen Abstand. Nicht einmal die Tierpfleger kamen der Familie zu nah. Aber jetzt hat sich alles geändert.

Die Tierpfleger haben zugegriffen und die Jungtiere von ihrer Mutter getrennt. Noch nicht auf Dauer, denn bis sie erwachsen sind und in andere Zoos umziehen, werden noch circa neun Monate verstreichen. Heute ging es um etwas anderes. „Wir wollen unsere Tierfamilien so wenig wie möglich stören – besonders, wenn der Nachwuchs noch ganz jung ist“, erläutert Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Mit etwa drei Monaten stand für den Servalnachwuchs nun eine Rundum-Versorgung mit Impfungen und Wurmkur an. Die Jungtiere wurden gegen die gängigsten Katzenkrankheiten wie Katzenschnupfen und -seuche geimpft, außerdem erhielten sie vorsorglich eine Wurmkur. „Da wir dazu die drei Jungtiere eh in die Hand nehmen müssen, konnten wir auch gleich das Geschlecht bestimmen und die Tiere mit einem Kennungschip versehen“, erklärt der Biologe und gelernte Tierpfleger weiter. Dafür bekamen sie einen kleinen Mikrochip unter die Haut gesetzt, wie es auch bei Haustieren und Pferden üblich ist. Auf dem Chip ist eine individuelle Kenn-Nummer gespeichert, mit der die Tiere eindeutig identifiziert werden können.

Tja, hört sich ja vernünftig an, aber gefallen muss es den Servalkatzen deshalb noch lange nicht. Entsprechend energisch protestierten sowohl die Jungtiere, als auch Nahla. Anfassen und abtasten lassen von den Menschen, damit sie herausfinden, ob Nahla Katzen oder Kater auf die Welt gebracht hat– Brrrrrr. Dann noch gepiekst werden! Also da noch fröhlich in die Kamera zu schauen, das ist jetzt wirklich etwas viel verlangt.

Serval mit angelegten Ohren, ein Zeichen höchster Anspannung.

„Es macht keinen Spaß gepiekst zu werden. Geh weg mit der Nadel!“

Nun wissen die Menschen Bescheid, Nahla hat einen Kater und zwei Katzen geboren. Die drei Jungtiere waren nicht glücklich über ihre Untersuchung. Sie verstehen jetzt aber endgültig, dass es wichtig ist, immer in Deckung zu bleiben und werden sich daran halten. Immer. Fast immer. Na gut, zumindest, bis die nächste große Entdeckung auf die Servale wartet. Es wäre auf Dauer einfach zu langweilig, nur im Gras Verstecken zu spielen!

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Cookies. Sie dienen dazu, das Angebot der Website nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Außerdem dienen sie der Analyse und zur Verbesserung von Marketingmaßnahmen. Wenn Du dies nicht möchtest, dann beende bitte den Besuch dieser Website. Durch die weitere Nutzung der Website stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Durch den Klick auf den Button "Akzeptieren" stimmst Du der Verwendung von Cookies ebenfalls zu. Der Hinweisbanner wird in einem Monat wieder eingeblendet, um Deine Zustimmung zu erneuern. Detailliertere Informationen zu Cookies und Co., sowie zu Deinen diesbezüglichen Möglichkeiten und Rechten erhältst Du in der Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen