Wolfswurf auf erstem Ausflug

Der Mexikanische Wolf ist die kleinste der fünf amerikanischen Wolfsunterarten. Er ernährt sich hauptsächlich von Rotwild und Hirschen. Der Mensch als Jäger ist hierbei sein größter Futterkonkurrent. Das führte dazu, dass sich der Wolf im Gegenzug bei dessen Viehbeständen bedient, um nicht zu verhungern. In den USA wurde der Mexikanische Wolf dafür intensiv verfolgt. Sowohl von privater Seite, als auch seitens der Behörden wurde alles unternommen, um ihn in den USA auszurotten und man hat es traurigerweise geschafft.

Mexikanische Grauwölfe im Zoo Brookfield, Chicago.

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Mit einiger Verspätung erkannte man, dass der Mexikanische Wolf eine wichtige Rolle im Ökosystem innehat. Wie andere Raubtiere jagen auch sie vornehmlich krankes, verletztes und altes Wild und tragen so zur Gesundheit der Beutetiere insgesamt bei, sowie zur Regulation der Populationsgrößen. Die Erkenntnis kam reichlich spät. In den USA ist der Mexikanische Wolf in der Wildbahn ausgerottet. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts versucht man ihn wieder anzusiedeln. Hierzu greift man auf Bestände aus Zoos und Naturschutzgebieten zurück. Die genetische Reinrassigkeit der Tiere wird dabei durch die AZAA (American Zoo ans Aquarium Association) überwacht. Aufgrund der Bedrohungslage ist jedes Individuum umso kostbarer. Im Brookfield Zoo in Chicago freut man sich daher besonders über diesen Wurf von Zana und Flint von Ende Mai 2015. Beide sind zum ersten Mal Eltern und machen ihre Sache gut.

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